Wanderbares Russbach

von Michaela Quehenberger (Kommentare: 2)

Wanderbares Russbach

Für seine besondere Wanderkompetenz wurde Russbach vergangenen Freitag mit dem österreichischen Wandergütesiegel ausgezeichnet.

1. Russbacher Wanderwoche

Zum ersten Mal veranstaltete der Tourismusverband Russbach eine Wanderwoche. Die Wanderwoche wurde zur Sonnenwende mit einer literarischen Wanderung zum Sonnenhof eröffnet. Täglich fanden interessante Wanderungen statt. Besonders spannend (trotz Regen) war die Grenzgang Wanderung am Horn. Georg Gimpl, gebürtiger Russbacher und Professor an der Universität Helsinki, führte die Wanderer entlang einer jahrhundertealten Staats-, Glaubens- und Kulturgrenze. Einst wurde hier geschmuggelt und mitunter sogar Krieg geführt. Beim Vortrag über die erdgeschichtliche Vergangenheit Russbachs mit Prof. Dr. Fritz Seewald erfuhren wir alles über die geologische Geschichte Russbachs.

Zertifiziertes Wanderdorf

Bereits seit 2005 ist Russbach Mitglied der Marketinggemeinschaft „Österreichs Wanderdörfer“. Beim Almfest auf der Rinnbergalm, mit Animos- und Pfandlhütte bekam Russbach nun als erster Tennengauer Ort, das österreichische Wandergütesiegel verliehen. Eckart Mandl, von den Österreichischen Wanderdörfern überreichte dem Obmann des Tourismusverbands Russbach Norbert Höll die Auszeichnung zum zertifizierten Wanderdorf. Das österreichische Wandergütesiegel ist Garant für ein perfektes Wandererlebnis. Nach strengen Kriterien wird das Wanderangebot geprüft. Um Wanderdorf zu werden wird eine ausgezeichnete Wanderinfrastruktur verlangt. Das heißt Wanderstartplätze, ein Kompetenzzentrum, hervorragende Wege und Wanderhotels. So erhielt nicht nur das Dorf die Auszeichnung, sondern auch das Landhaus Schwaighofer und der Kirchenwirt Russbach. Diese Betriebe sind für Wanderer besonders geeignet. Als ausgezeichneter Wanderweg wurde der Almenrundweg, von der Traunwandalm über die Angerkaralm zur Rinnbergalm zertifiziert.

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Kommentar von Franz Zeder |

Ich kenne Ihre schöne Berggemeinde nicht. Was mich an diesem Artikel etwas bestürzt, ist die Rüstigkeit des Germanisten Georg Gimpl, der nun wenige Monate später verstorben ist. Cornelius Hell bedauert wohl zu Recht, dass dieser Botschafter Österreichs, der jahrelang in Finnland tätig war, sang- und klanglos den Orkus hinabging. Wenigstens Russbach sollte ihm ein ehrendes Angedenken zuteil werden lassen.

Kommentar von Norbert Höll |

Hallo Herr Zeder!
Im Bild oben ist der "Gimpi Schurl" noch zu sehen. Es ist der Mann mit Stohhut in der letzten Reihe, dessen Gesicht verdeckt ist. Georg Gimpl hinterlässt eine riesige Lücke. Die Gemeinde und einige seiner Freunde haben sich vorgenommen, sein Projekt "das virtuelle Dorfmuseum" weiterzuführen und ihm zu Ehren ein "Georg Gimpl Archiv" zu gründen.